| Geschichte Feuerland |
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| Monday, 04 September 2006 | |
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There is no translation available, please select a different language. Die FEUERLAND wurde 1927 auf der Werft Krämer, Vagt und Beckmann in Büsum bei Hamburg gebaut. Auftraggeber war der ehemalige Marine-Offizier und Flieger Gunther Plüschow. Das Schiff wurde nach den Plänen eines hochseetauglichen Fischkutters gefertigt. Da Plüschow allerdings von seinen früheren Reisen die Wetterbedingungen seines zukünftigen Fahrtgebietes kannte, verwendete man für Spanten und Beplankung nur bestes Eichenholz. Jedes Teil ist überdimensioniert. Auf diese Weise wurde eine vielfache Sicherheit „eingebaut“. Enge Spantenabstände (alle 55 cm) und eine 8 cm starke Beplankung am Wasserpass sprechen für sich. Zusätzlich sorgen eine Innenverkleidung und kräftige Stringer für zusätzliche Festigkeit. So gerüstet konnte Plüschow den Stürmen und dem treibenden Gletschereis in den Fjorden Feuerlands begegnen. Im November 1927 startete Gunther Plüschow zu seiner legendären Feuerland-Expedition an die Südspitze Lateinamerikas. Mit Zwischenstopps in England und Portugal ging es auf die Kanarischen Inseln. Von dort weiter über die Kap Verden. Dann segelte die Feuerland über den Atlantik nach Brasilien. Dort machte Plüschow in verschiedenen Hafenstädten halt und besuchte deutsche Auswanderer in Bahia, Rio de Janeiro und in der deutschen Aussiedler-Kolonie Blumenau. Von Brasilien fuhr er weiter in die Magellan-Strasse nach Punta Arenas. Dort bekam Plüschow ein kleines Heinkel-Wasserflugzeug mit Schwimmern geliefert, das zuvor mit dem Dampfer Planet der Reederei Laeisz verschifft worden war. Nachdem die einzelnen Bauteile des Flugzeugs in einer kleinen Werft am Rande von Punta Arenas zusammengesetzt waren, flog er zusammen mit seinem Fliegerkameraden und Kameramann Ernst Dreblow als erster Mensch über die Darwin-Kordilliere (einem südlichen Ausläufer der Anden) nach Ushuaia. Auf diesem Flug brachte er auch die erste Luftpost in die südlichste Stadt der Welt. Die bei den Flügen entstandenen Aufnahmen, waren die ersten ihrer Art, und dienten als Grundlage für eine genauere Erforschung dieses bis dahin unbekannten Gebietes. Die Feuerland diente dabei als Basis-Schiff, das es dem Flieger ermöglichte nach einer Landung längsseits zu gehen und das Flugzeug zu betanken. Ohne diese seeseitige Unterstützung wäre ein solches Unternehmen nicht durchzuführen gewesen. Als Tender, Reparaturwerkstatt, Treibstofftransporter und schwimmende „Schutzhütte“ gegen die eisigen Stürme in den Fjorden Feuerlands trug die „Holzpantine“, wie Plüschow sie liebevoll nannte, dazu bei, die Expedition zum Erfolg zu führen. Anfang 1929 musste Plüschow aus Geldmangel die Expedition beenden. Er verkaufte das Schiff an einen englischen Schafzüchter, der Besitzungen in Argentinien, Chile und auf den Falkland Inseln hatte. Nur so konnte er den Treibstoff für die letzten Flüge, die Einlagerung des Flugzeuges und die Rückreise nach Deutschland bezahlen. |
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| Last Updated ( Monday, 26 February 2007 ) |